Galerie Fähnle Überlingen | kunst KUBUS am see

 

 

Mit Wirkung vom Juli 2015 wurde die Galerie Fähnle - Ausstellungsgebäude einschließlich Sammlung - als Sachgesamtheit gemäß §12 Denkmalschutzgesetz in das Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg eingetragen. Die nachstehende pdf-Datei enthält den Wortlaut des Eintragungsgutachtens.

Galerie Fähnle mit künstlerischem Nachlass Hans Fähnle | Gutachten zur Eintragung in das Denkmalbuch Baden-Württemberg
Galerie Fähnle. Eintragungsgutachten § 1[...]
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             Die Galerie Fähnle | Lesen Sie mehr im Jahrbuch >Leben am See 2013<

Jahrbuch 'Leben am See' 2013 > Caesar/Wagner-Sorg: Die Galerie Fähnle in Überlingen - Eine faszinierende Kunstsammlung im maßgeschneiderten Gehäuse.
Jahrbuch Leben am See 2013 - Die Galerie[...]
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Das Gartentor. Foto Caesar 5.2009

Wo bitte geht's zur Galerie?

 

Wer bisher in Überlingen die Städtische Galerie Fähnle suchte, wurde nicht so schnell fündig. Wenn man noch vor zwei Jahren auf der Straße einen Einheimischen ansprach, musste man in neun von zehn Fällen mit einem Achselzucken rechnen. Denn nur die wenigsten Überlinger wussten, dass sich „ihre" Galerie in dem begehrten Wohngebiet an der Goldbacher Straße befindet.

Das hat sich dank der Aktivitäten des Fördervereins, der freundlichen Berichte in der Presse und vor allem nach den vergangenen Ausstellungen völlig gewandelt. Und nicht zuletzt weisen seit dem Frühsommer 2014 die touristischen Hinweisschilder den Weg zur >>> Galerie Fähnle.

Von der Altstadt bis zur hinteren Goldbacher Straße sind knapp 1,5 km Fußweg zurückzulegen. Dort findet man bislang noch keine Tafel oder Vitrine sondern nur ein kleines Blechschild >Fähnle Galerie< am zurückliegenden Gartentor. Während der Sonntagsöffnung von 14:00 bis 17:00 Uhr macht eine Klapptafel auf die Ausstellung aufmerksam.

Das unscheinbare Gartentor mit der Hausnummer 70 hat sich 2011 wieder für  Gäste, Fachleute und Besuchergruppen geöffnet. Seit der Gründung des Fördervereins Galerie Fähnle e.V. 2012 bieten wechselnde Ausstellungen, Führungen sowie musikalische und literarische Veranstaltungen ein interessantes und individuelles Programm.

 

Treppenweg zur Galerie. Foto Caesar 2009

Romantischer Aufstieg zur Kunst

 

Vom Garteneingang führt ein gewundener Treppenweg durch den Garten steil nach oben. Unvermittelt steht man vor der Sichtbetonwand des Sockelgeschosses, über der das Ausstellungsgeschoss weit auskragt. Die Betonflächen mit den lebhaften Abdrücken der Schalungsbretter tragen Figurengruppen aus flachem, rötlichem Steinguss und stimmen auf den künstlerischen Inhalt des Gebäudes ein. Der Figurenschmuck stammt allerdings nicht von Hans sondern vom älteren Bruder Ernst Fähnle, dem Bauherrn der Galerie. 

Das Galeriegebäude. Foto Caesar 2009

kunst KUBUS am see

 

Aus der Goldbacherstraße ist das Ausstellungsgebäude im Sommer kaum zu sehen. Hier ein Textauszug aus der Denkmalliste:

 

...Der kleine Bau unterscheidet sich in Form und Zweckbestimmung von den übrigen Häusern der beliebten Wohngegend hoch über dem Seeufer. Ist er doch als nach außen streng abgeschlossenes Gehäuse konzipiert, dessen Hauptfront keine Fenster hat und als pure Form, rechteckig, hell verputzt, über dem Garten schwebt. Die Gegenüberstellung der unterschiedlich das Licht reflektierenden Flächen von Hauswand und Betonsockel mit ihrem starken Materialkontrast, ist ein charakteristisches Element der damaligen zeitgenössischen Architektur. Es wird hier auf kleinstem Raum angewandt und durch die Vermittlung der leicht schräg verlaufenden Kragplatte, auf der das Haus ruht, plastisch verstärkt, so dass im Ansatz der Eindruck einer großen Skulptur entsteht...

Der Ausstellungsraum. Foto Caesar 2009

 

Der fensterlose Ausstellungsraum

 

Direkt der Eingangstüre gegenüber geht es in den Ausstellungssaal. Man überschaut ihn mit einem Blick und findet mit 7 m Tiefe, fast 10 m Breite und knapp 3 m Höhe die harmonischen Dimensionen eines intimen Studios. Nur von oben belichtet überrascht selbst bei bedecktem Himmel die gute Ausleuchtung. Keine Fernblicke lenken von den Gemälden ab: Die Bilder entschädigen reichlich für den fehlenden Ausblick und sind willkommener Einblick in die Welt des Malers Hans Fähnle.