Die Sammlung: GRAFIK - Arbeiten auf Papier

Hans Fähnles künstlerischer Nachlass in Überlingen

Grafikprojekt 2016 bis 2018 | Förderung durch die Wüstenrot Stiftung

 

Hauptprobleme des umfangreichen Grafik-Nachlasse sind die unzureichende und teilweise substanzgefährdende Lagerung der Mappen und Blätter und die fehlende Erschließung des Bestandes. Mit der 'Anschubförderung' des Rotary Club Überlingen konnten die Studierenden der ABK Stuttgart/Studiengang Restaurierung von Grafik-, Archiv- und Bibliotheksgut seit 2012 die entscheidenden Grundlagen schaffen: Aufbau der Datenbank, Inventarisation und restauratorische Erstversorgung, Neulagerung in Archivboxen.

 

Bis 2015 wurden von den Studierenden knapp 900 Grafikblätter auf diese Weise bearbeitet. Nach vorläufiger Berechnung umfasst der Gesamtbestand rund 2.400 Arbeiten auf Papier. Die Förderzusage der Wüstenrot Stiftung 2015 eröffnete eine äußerst glückliche Perspektive für die Fortführung und Fertigstellung des Grafik-Projekts für die 'restlichen' 1.500 Blätter:

 

"... Gerne fördern wir die Bestandsdokumentation und Neuarchivierung der Grafiksammlung des Malers Hans Fähnle in den Jahren 2016, 2017 und 2018 mit einer Zuwendung ..."

 

Zu Jahresbeginn 2015 erhielt der Förderverein Galerie Fähnle e.V. zudem eine großzügige private Spende zur Anschaffung eines modernen Grafikschranks. Seine Abmessungen und Ausstattung sind auf das von der ABK erarbeitete Archivierungssystems abgestimmt.

 

Die Bearbeitung durch mehrere Studierende der ABK hat im Frühjahr 2016 begonnen und wird in den Sommermonaten weitergeführt. Die fachliche Betreuung liegt in den Händen der Leiterin der Akademiewerkstatt für Grafik, Archiv- und Bibliotheksgut, Frau Dr. Andrea Pataki-Hundt.

 

Foto: Langenbacher

 

 

Grafik-Projekt 2012 - 2014

Nach der erfolgreichen Dokumentation der Gemälde und deren Erfassung in der Datenbank durch Julia Langenbacher / Akademie der Bildenden Künste Stuttgart wurde schon seit Anfang 2011 intensiv erkundet, wie ein solches Projekt auf den umfangreichen Grafikbestand (Arbeiten auf Papier) Hans Fähnles übertragen werden könnte. Erst im Herbst 2011 zeigte sich dann der ersehnte Silberstreif am Horizont - gleich aus zwei Richtungen:

Hilfe durch die Akademie Stuttgart

Die Leiterin des Studiengangs Restaurierung von Grafik-, Archiv- und Bibliotheksgut an der Stuttgarter Akademie, Frau Prof. Dr. Brückle, war bereit, sich für das Überlinger Grafik-Projekt einzusetzen. Wegen eigener Personalengpässe empfahl sie jedoch, eine freischaffende Restauratorin zur Betreuung der studentischen Bearbeiter hinzu zu ziehen. Die fand sich in Person der Stuttgarter Papierrestauratorin Barbara Aull.

"Anstoß" durch den Rotary Club Überlingen

Nach dem sommerlichen Besuch des Rotary Clubs Überlinger in der Galerie Fähnle teilte der Präsident, Dr. Kornelius Otto im Oktober 2011 mit, der Club wolle in den kommenden drei Jahren die wissenschaftliche Aufarbeitung von Hans Fähnles Grafik mit jeweils einem kleinen Förderbetrag "anstoßen". Eine höchst willkommene Spende zur Abdeckung von Sachkosten des studentischen Projekts!

11.7. 2012: "Testamentseröffnung" - Hans Fähnles grafischer Nachlass wird gesichtet.

Fotos: Volker Caesar 11.07.2012

Das Grafik-Projekt

Nachdem 2010 der gesamte Bestand von Hans Fähnles Überlinger Gemälden erfasst werden konnte, folgt im Sommer 2012 der erste Abschnitt der Dokumentation seiner Arbeiten auf Papier, wiederum unter der Obhut der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste. Die Leitung des Projekts liegt in den Händen der freiberuflichen Papierrestauratorin Barbara Aull aus Stuttgart, die im Auftrag der Akademie die Studierenden fachlich begleitet. Frau Krämer und Frau Kern, Studentinnen des Studiengangs Restaurierung von Grafik-, Archiv- und Bibliotheksgut von Prof. Dr. Irene Brückle und Werkstattleiterin Diplomrestauratorin Eva Hummert bearbeiten die Bestandsaufnahme nach dem Vorbild und mit dem Programm des Gemälde-Projekts. Dazu werden die Mappen mit den umfangreichen Beständen an Grafiken, Zeichnungen, Gouachen, Aquarellen, Holzschnitten, Ölskizzen und vielen anderen Techniken in die Werkstatt der Akademie gebracht und mit Hilfe technischer Spezialausrüstung fotografiert, untersucht, beschrieben und in die Datenbank aufgenommen – der nächste grundlegende Baustein zur Erschließung dieses wertvollen künstlerischen Nachlasses.